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Mitteldeutsche Zeitung/02.11.2012/ Link zum Artikel

 

Im Logenhaus ist die Tanzgruppe «Holiday» willkommen. Offen ist aber noch, wie das finanziert werden könnte. (FOTO: SEBASTIAN) 

 

Tanzt „Holiday“ bald im ehemaligen Puppentheater? Den Saal im Haus der Freimaurerloge in der Ferdinand-von-Schill-Straße ins Gespräch gebracht hat Bastian George von Bündnis 90 / Die Grünen im Jugendhilfeausschuss im Oktober.

DESSAU/MZ. VON HEIDI THIEMANN

Tanzt „Holiday“ bald im ehemaligen Puppentheater? Gut möglich. Gut möglich aber auch nicht. Den Saal im Haus der Freimaurerloge in der Ferdinand-von-Schill-Straße ins Gespräch gebracht hat Bastian George von Bündnis 90 / Die Grünen im Jugendhilfeausschuss im Oktober. Er hatte die fehlende Kreativität der Verwaltung in der Auswahl geeigneter Objekte für die Tanzgruppe kritisiert.

Freimaurer offen für Nutzung

Mittlerweile hat es eine Besichtigung mit Elternvertretern, Jugendamtsleiterin Heike Förster, Tanzgruppenleiterin Petra Siegemund, Stadträten und Mitarbeitern der Stadtverwaltung gegeben.

„Die Räumlichkeit fand hohes Interesse bei den Eltern und der Trainerin. Sie könnten sich gut vorstellen, hier zu trainieren“, sagte George auf Nachfrage der MZ. Die Tanzgruppe könnte nicht nur den Saal nutzen, sondern es stünden auch weitere Räumlichkeiten als Umkleide und auch für den Fundus zur Verfügung.

„Wir stehen dem Ansinnen von Holiday positiv gegenüber“, erklärte Uwe Dorand, Meister vom Stuhl bei den Freimaurern. „Wir möchten gerne, dass in die alte Puppenbühne kulturelles Leben einzieht.“ Die Lage des Hauses in der Dessauer Innenstadt, der gepflegte Zustand, „vieles spricht dafür, dass sich die Kinder und Jugendlichen hier wohlfühlen“, so Dorand. Er empfand bei der Besichtigung der Räumlichkeiten, dass die Eltern der Variante nicht abgeneigt seien, allerdings weiß er auch, es geht ums Geld. Denn damit Holiday die Räumlichkeiten nutzen könnte, müsste Miete gezahlt werden. In moderatem Umfang, wie Dorand meinte.

„Verwaltungsintern muss das durchgerechnet werden“, sagt George. Und er geht davon aus, dass das Thema „Holiday“ beim nächsten Jugendhilfeausschuss am 15. November wieder eine Rolle spielt. Im Vorfeld hatte das Jugendamt verschiedene Projekte geprüft und bislang die Kinderfreizeitoase in der Schaftrift als neuen Trainingsort für „Holiday“ favorisiert, was auf Widerstand bei den Eltern gestoßen war. Bislang hatte „Holiday“ ohne Einschränkungen im Nordclub trainieren können, bis im Frühjahr der Jugendclub der St. Johannis GmbH mit ins Haus gezogen war. Für beide Nutzungen ist das Haus zu klein, weshalb nach einer Lösung gesucht wird.

Langer Weg schreckt ab

George weiß, die Nutzung der Kinderfreizeitoase in der Schaftrift wäre für die Stadt kostengünstiger. Der Nachteil: sozial benachteiligte und mobilitätsanhängige Kinder würden dann vielfach abspringen und nicht mehr in der Tanzgruppe tanzen können. „Viele Kinder kommen aus Waldersee, Mildensee, Nord. Man kann sie nur bedingt in die Schaftrift schicken“, so George. In der Innenstadt hingegen gibt es sonst keine Trainingsmöglichkeiten.

„Letztendlich geht es um die Frage, was ist uns gute Kinderarbeit in der Stadt wert und wo spart man am meisten?“ Hier fordert der Bündnisgrüne ein langfristiges Denken ein und ist gespannt, wie sich Jugendhilfeausschuss und Stadtrat positionieren werden.

Quelle: http://www.mz-web.de/dessau-rosslau/dessau-rosslau-tanzt–holiday–bald-im-alten-puppentheater-,20640938,21209050.html


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