Stadtrat und Vorsitzender des Jugendhilfeausschuss in Dessau-Roßlau

Erste richtige Sitzung seit Corona

Veröffentlicht von GeorgeBastian am

MZ-Artikel – 18. Mai 2020 VON DANIEL SALPIUS

DESSAU/MZ Als erster Ausschuss des Stadtrates darf am Dienstag, 19. Mai, der Jugendhilfeausschuss wieder physisch in einer Präsenzsitzung und unter Anwesenheit der Öffentlichkeit tagen. Die Corona-Pandemie zwang den Gremien des Stadtrates zuvor wochenlang ein schriftliches Verfahren auf.

Wachschutz und Listen

Von Normalität wird jedoch auch am Dienstag keine Rede sein können. Es gelten scharfe Hygiene-Regeln. So wird der Jugendhilfeausschuss, der sich aufgrund seiner Größe für den Ratssaal nicht eignet, in der Turnhalle des Anhaltischen Berufsschulzentrums „Hugo Junkers“ zusammenkommen. Es gelten Abstandsregeln von 1,50 Meter zwischen den Teilnehmern. Überdies ist eine feste Sitzordnung festgelegt. 

Für Beobachter der Sitzung, also für Bürger, Presse und Verwaltungsmitarbeiter verbleiben bei der Sitzanordnung laut Stadt insgesamt 15 Plätze. Drei davon sind für Medienvertreter und drei weitere für Mitglieder der Verwaltung reserviert. Für Einlasskontrolle und Limitierung der Besucherzahl ist ein Wachschutz vorgesehen, der notfalls vom Hausrecht Gebrauch mache, heißt es in einem Rahmenpapier, auf das sich Oberbürgermeister, Stadtratsvorsitzender und Fraktionsvorsitzende am Donnerstag geeinigt hatten.

Alle Anwesenden werden mit Namen, Anschrift und Telefonnummer erfasst und müssen zudem erklären, ob sie unter Covid-19-Symptomen leiden und Kontakt zu Menschen in Quarantäne oder Infizierten hatten. Wenn dem so ist, werden sie ausgeschlossen. Über eine Maskenpflicht während der Sitzung hat das Gesundheitsamt laut Stadt noch nicht entschieden.

„Muss diskutiert werden“

Die besagten Regeln gelten für alle Ausschüsse und Sitzungen des Stadtrates. Wie sie funktionieren, zeigt sich am Dienstag. „Wir sind die Testgruppe“, sagte der Ausschussvorsitzende Bastian George (Grüne) am Freitag. Er hatte massiv für die Rückkehr zu Präsenzsitzungen gekämpft. Nicht zuletzt wegen einer Beschlussvorlage zum SHIA Familienzentrum Dessau-Roßlau, die, so George, öffentlich diskutiert werden müsse. Mit dem Beschluss soll die Arbeits- und Sozialförderungsgesellschaft ordnungsgemäß als Träger des Familienzentrums bestellt werden. Die Sitzung beginnt um 16.30 Uhr.


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