Stadtrat und Vorsitzender des Jugendhilfeausschuss in Dessau-Roßlau

Dürrejahre schädigen das Stadtgrün

Veröffentlicht von GeorgeBastian am

MZ Artikel – 4.Juni 2020 VON DANIEL SALPIUS

DESSAU-ROSSLAU/MZ Wie kann das städtische Grün angesichts wiederkehrender Dürreperioden nachhaltig gesichert werden? Diese Frage hat die Fraktionsgemeinschaft „Die Grünen, FDP, Neues Forum – Bürgerliste“ aufgeworfen und in der vergangenen Woche in Form einer eigenen Beschlussvorlage in den Bauausschuss eingebracht. 

Bericht gefordert

Darin fordert die Fraktion die Stadtverwaltung auf, einen detaillierten Bericht über die Folgen der Dürrejahre 2018 und 2019 für die städtischen Grünanlagen vorzulegen. „Wir wollen genau wissen, welche Schäden entstanden sind“, erklärte Bastian George (Grüne) stellvertretend für den Einreicher vor dem Ausschuss und meint damit nicht nur die biologischen, sondern auch die finanziellen Auswirkungen. „Denn es deutet sich bereits an, dass 2020 noch ein weiteres Dürrejahr werden könnte.“

Auf diesen Trend zu trockenen Frühjahrsmonaten und Sommern zielt der zweite Teil der Vorlage ab. Darin verlangt die bunte Fraktion ein Konzept, wie die Grünpflege an die klimatischen Bedingungen, das heißt konkret an wiederkehrende Dürreperioden, angepasst werden kann. Dazu gehörten unter anderem die Themen Neu- und Nachpflanzungen, Bewässerung, Mähintervalle sowie Maßnahmen zur Schadensregulierung.

Der Vorstoß der bunten Fraktion fußt auf einer ersten Bilanz der letzten beiden Dürrejahre. Trockenschäden an Bäumen und Grünanlagen im gesamten Stadtgebiet sowie insgesamt 500 Baumfällungen seien die Folge gewesen. „Jetzt ist die Frage, wie wir damit umgehen“, so George. Zwar lobte er etwa die Aufrufe der Stadt an die Bürger, Bäume zu gießen. Das werde jedoch zukünftig nicht ausreichen, da ein Baum bis zu 100 Liter Wasser pro Woche benötige. Daher brauche es einen grundsätzlichen Lösungsansatz, der auch entsprechend finanziell unterfüttert werde.

Einstimmig angenommen

Die Mitglieder des Bauausschusses schlossen sich dem Ansinnen der bunten Fraktion einstimmig an. Der Ausschussvorsitzende, Eiko Adamek (CDU), merkte an, dass auch seine Fraktion bereits „ständig zu Lösungsansätzen angefragt“ habe. Er warb entsprechend für die Vorlage.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.